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Schlagwort: George Floyd

PLBD013 2020 – Eine Bilanz

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Mitwirkende

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Homer S. (er)

Shownotes

Es folgt ein Jahresrück- und -ausblick auf 2020 bzw. 21. Er spiegelt meine persönlichen Erfahrungen und Gedanken wider und ist weder vollständig noch allgemeingültig. Im Übrigen habe ich an einigen Stellen die Verkürzung „Thera“ anstelle des Begriffs „Psychotherapeut*innen“ verwendet. Das sei vorweg angemerkt, bevor es zu Verwirrung kommt.

Ein Jahr neigt sich dem Ende zu. Ein Jahr, dass sich aus verschiedenen Gründen besonders in das kollektive Langzeit-Gedächtnis einbrennen wird. Während die Welt und ihr vorherrschendes marktradikales Wirtschaftssystem unter dem SarsCov2-Virus langsam aber sicher ins Schlingern geriet, beschäftigten viele von uns noch andere wichtige Themen wie Rassismus und Polizeigewalt – in die breite Aufmerksamkeit geraten durch den Mord an George Floyd und die nachfolgenden, in den USA auch militanten Proteste. In Deutschland zeigte sich am 22. Februar 2020 erneut die mörderische Realität des Terrors weißer Männer, als ein sich durch rassistische und antifeministische Propaganda legitimiert fühlender Täter seine 10 arglosen Opfer kaltblütig tötete:

  • Gökhan Gültekin
  • Ferhat Ünvar
  • Hamza Kurtović
  • Mercedes Kierpacz
  • Sedat Gürbüz
  • Kaloyan Velkov
  • Vili Viorel Păun
  • Fatih Saraçoğlu
  • Said Nessar El Hashemi
  • Gabriele Rathjen

Der lange vorbereitete Versuch, der Ermordeten ein halbes Jahr später mit einer Großversammlung in Hanau zu erinnern, wurde im Namen der covid-bezogenen Hygienemaßnahmen unterbunden. Am 01. August konnten sich in Berlin noch 20.000 rechtsoffene Verschwörungsgläubige unter großflächiger Ignoranz von Hygieneauflagen versammmeln. Am 29. August setzten die Gerichte in Berlin eine weitere solche Veranstaltung für über 20.000 Tatsachen-Leugner*innen durch. Zahlreiche weitere sollten in ganz Deutschland folgen. Im Fahrtwind des Virus gewinnen Rassismus, Antisemitismus und diverse esotherische Heils- und Welterklärungslehren an öffentlicher Sichtbarkeit. Während solidarisch orientierte Menschen aus Rücksicht auf das Leben der von Covid19 besonders Bedrohten ihre öffentlichen Aktivitäten zurückfahren oder einstellen, nutzt die krude Melange aus Veranstaltungstechniker*innen, Heilpraktiker*innen, Reichsbürger*innen, Neurechten, offenen Neonazis und anderen analytisch Unbegabten die Gunst der Stunde und erlangt dank ihrer bürgerlichen Privilegien enorme öffentliche Aufmerksamkeit. Häufiger als in vermutlich allen Jahren zuvor, wurde vor gesellschaftlicher Spaltung und einer Polarisierung innerhalb der Bevölkerung gewarnt – als handele es sich um zwei gleichwertige Alternativen, zwischen denen einfach ein Kompromiss zu finden sei.

Währenddessen wurden und werden durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ganze Lebensentwürfe in Frage gestellt oder bereits zerstört. Die Krise legt die systematischen und strukturellen Defizite auf individueller wie auf gesellschaftlicher Ebene schonungslos offen. Gleichzeitig gingen wohl selten so viele relevante Themen zwischen den eben genannten unter wie 2020. Alles wirkt letztlich neben dem kollektiven Kontrollverlust, den die Covid19-Pandemie bedeutet, so nachgeordnet, so aufschiebbar. Mitunter schleicht sich eine gewisse aktivistische Mattigkeit ein, da die sozialen Vorzüge des Aktivismus auf der Strecke bleiben: Mit einem Mindestabstand von 2 Metern lässt sich kein starkes Gemeinschaftsgefühl erzeugen, stationären Kundgebungen mangelt es schon immer an motivierender Dynamik und die bindungspflegende Umarmung durch Mitaktivist*innen fällt ebenfalls weg. Es bleiben der teils beträchtliche Arbeitsaufwand und die frustrierende Teilnahmslosigkeit der breiten Masse.

Wie immer, wenn die öffentliche Aufmerksamkeit irgendwie gebunden ist, sei es durch die sommerliche Urlaubszeit, Katastrophen oder internationale Sportveranstaltungen, nutzen zielstrebige Menschen die Gelegenheit, um ihre Interessen besonders eifrig am Rest vorbei zu vertreten. In der Regel bedeutet das eine Verschiebung der Verhältnisse zugunsten einer kleineren Gruppe Privilegierter und zum Nachteil weniger gut lobbyierter Gesellschaftsgruppen. Da verschwinden einige Gesetzesentwürfe wieder in Schubladen, andere werden obwohl wiederholt im demokratischen Prozess oder höchstrichterlich verworfen wieder hervorgekramt. Anderes läuft stumpf und automatisiert weiter und brennt still so vor sich hin. Also … natürlich brannte Moria nicht still ab, aber durch unsere doppelverglasten Fenster im Zentrum Europas dringen die Geräusche von der Außengrenze meist dennoch nicht zu uns durch.

Nach einem 3/4 Jahr pandemischem Ausnahmezustand – für die eine mehr, für den anderen weniger – kämpfen wir weiter um eine Rückkehr in eine ja bereits vorher kaum befriedigende Normalität, um Kontrolle, um die Hoffnung, wenigstens etwas Einfluss auf die offensichtlichen Misstände in der uns umgebenden Welt nehmen zu können.

Nach einem 3/4 Jahr, das für mich weder Stillstand, noch Freizeit, noch wirklich Entschleunigung bedeutete, will ich außerdem einen kleinen Einblick liefern, was das Jahr für mich als Psychotherapeut so bereit gehalten hat.

Auch für die Versorger*innen im Gesundheitssystem kam das Ausmaß der Pandemie trotz aller Vorbildung und Richtlinien-Papiere überraschend. Zu sicher glaubten wir uns alle im warmen Schoß des globalen Nordens, haben den Gedanken an vorangehende Epidemien zur Seite geschoben und uns auf den gewohnten Versorgungsstandards ausgeruht. Kaum eine ärztliche oder therapeutische Praxis hatte die eigentlich längst vorgeschriebenen Materialien für den Notfall auf Lager. Wer hat in seinen Räumlichkeiten schon Platz für Lagerhaltung? Wer opfert für ein Ereignis, das angeblich nur alle 100 Jahre auftritt, auf Dauer einen Raum? Wer kauft all die verschiedenen Materialien ein, nur um sie alle paar Monate oder Jahre ungenutzt wieder in die Tonne kloppen zu müssen? Wer rechnete damit, dass Krisensituationen über Kliniken und Versorgunszentren hinaus auch die einzelne Praxis betreffen würde? Niemand. Oder zumindest die wenigsten. Und dann passierte das Vorhersagbare: Bei einer globalen Krise benötigen plötzlich alle gleichzeitig alles – und zwar sofort! Eine Betriebswirtschaft, die Lagerhaltung längst für unwirtschaftlich erklärt hat, setzt auf Warenfluss, der mäßigen Schwankungen folgen kann, plötzlichen und massiven Bedarfsänderungen aber lange nicht mehr gewachsen ist. So wie die Massen plötzlich vor leeren Regalen bei zunächst Klopapier, Desinfektionsmitteln und Nudeln standen, waren auch Einrichtungen der elementaren Gesundheitsversorgung mit einer Mangelsituation lange vergessenen Ausmaßes ausgesetzt. Alles in allem müssen wir uns eingestehen: Wir waren nicht vorbereitet. Anders als bis in die 90er-Jahre, als es überall flächendeckende Katastrophenpläne vor dem Hintergrund des Kalten Krieges gab, haben sich nach dessen Ende andere Prämissen in den Vorherrschafts-Gesellschaften herausgebildet. Die Life-Style-Variante des „Im Hier und Jetzt“-Leben legt nichts an die Seite, sie soll im Moment genießen, und das heißt vor allem, nicht über den Augenblick hinauszudenken. Nicht zu sparen, sondern „den Markt ankurbeln“, investieren, konsumieren. Und das fällt uns gerade auf verschiedensten Ebenen auf die Füße.

So sehr ich das gern anderen Menschen vorwerfe, so sehr muss ich mir Vieles davon auch selbst anziehen: Hätte ich prognostiziert, dass in den nächsten Jahren eine Pandemie die Weltgesellschaft in ihren Grundfesten erschüttert und die Zerbrechlichkeit der herrschenden Ordnung aufzeigt? Auf keinen Fall. Ich rechnete mit den Auswirkungen der Klimakatastrophe, Krisen durch Massenfluchtbewegungen, Kriege, die auch die nördlichen Zentren der Welt nicht mehr unberührt lassen. Einen Virus hatte ich nicht auf dem Papier – so naiv das von heute aus betrachtet auch gewesen sein mag. War ich als Psychotherapeut auf erhöhte Hygienestandards vorbereitet, obwohl alle niedergelassenen Psychotherapeut*innen das natürlich den Vorgaben gemäß hätten sein müssen? Natürlich nicht. Plötzlich musste ich mir mit meinen Kolleg*innen Gedanken machen, wie wir den obligatorischen Begrüßungshandschlag ersetzten, wo wir Hygienespender herkriegten und anbrachten. Wie wir unseren Patient*innen welche Hygieneregeln für den Praxisbesuch mitteilt en. Und schließlich auch, ob, wie und in welchen Fällen wir Psychotherapie auch online als Video-Sprechstunde durchführen könnten, um so viele persönliche Kontakte zu vermeiden wie möglich.

Das mit dem HomeOffice für Theras gestaltet sich übrigens schwierig. Freundlicherweise hatte die Kassenärztliche Vereinigung bzw. vermutlich der Gemeinsame Bundesausschauss (G-BA) kurzfristig die Abrechnung und Durchführung von Online-Sprechstunden erleichtert, d.h. die Begrenzung auf 20% der Umsätze aufgehoben (vorerst bis Ende März 2021) und Fördertöpfe zur Anschubfinanzierung von erforderlichem Equipment hingestellt. So konnte sich unsere Praxis z.B. ordentliche Laptops, Headsets und Kameras zu großen Teilen finanzieren lassen. Im Grunde waren die Bedingungen zur Umstelllung auf Online-Therapie und ein StayAtHome eigenltich ganz günstig. Und doch waren da einige Faktoren, die dazu führten, dass es doch nicht dauerhaft und flächendeckend zu einer Umstellung kam.

Zum Einen mussten bekanntlich auch im IT-Bereich diverse Lieferengpässe ausgestanden werden. Zum Anderen mussten erst einmal den Richtlinien entsprechende, von Laien bewältigbare und hinreichend stabile Angebote zur Verfügung stehen. Da die verwendeten Kommunikationsdienste, sich offiziell zertifizieren lassen müssen, und wir nicht zertifizierte Möglichkeiten schlicht nicht einsetzen dürfen, fielen selbstbetriebene Kommunikationsserver wie jitsi heraus. Auch wenn dies in Einzelfällen sicherlich die Datensparsamste Lösung bedeutet hätte. Gleichzeitig bedeutete diese Regelung aber hoffentlich auch das Aus für die unsägliche inoffizielle Praxis, mit Patient*innen via WhatsApp oder Skype zu kommunizieren.

Ein weiteres Problem stellte die bekannte mangelhafte Versorgung mit schnellen Internet-Verbindungen dar. Eine Gemeinschaftspraxis mit nur zwei oder drei Kolleg*innen hatte mit den auf dem Land noch durchaus üblichen 10MBit Download und 1 MBit Upload erhebliche Schwierigkeiten gleichzeitig stabile Videogespräche aufzubauen, geschweige denn über 50min hinweg störungsfrei führen zu können. Dieser Flaschenhals bestand oftmals nicht nur auf Seiten der Praxen sondern natürlich auch auf der Seite der Patient*innen. Gerade in den Gruppen mit geringem Einkommen bleibt Internetnutzung oft auf den Smartphone-Tarif und eben das Smartphone beschränkt.

Was ein Stay-At-Home für Theras ebenfalls erschwerte: Wir sind quasi verpflichtet, für unsere Arbeit das Haus zu verlassen. Denn offiziell ist es weiterhin nicht statthaft, die Gespräche von unserem Zuhause aus zu führen. Wir müssen dazu in den Praxen sitzen. Nur die Patient*innen sollen zuhause bleiben.

Neben solchen Konsequenzen für unseren Praxisalltag wirkt sich die Pandemie auf die in diesem Beruf möglicherweise in besonderem Maß wichtige Psychohygiene aus. Da Theras sich in ihrem Berufsalltag regelhaft mit Themen und Inhalten beschäftigen, die der Rest gerne vermeidet, ist vielleicht nachvollziehbar, dass es unserer Gesundheit mittelfristig nicht zuträglich wäre, wenn therapeutische Gespräche 40h unserer Arbeitswoche ausmachten und wir zwischendurch nicht auch mal etwas Abstand von unserer Arbeit bekommen würden. 2020 hielt leider auch dahingehend einige wenig erfreuliche Veränderungen bereit. Wie niedergelassene Ärzt*innen sind auch wir Theras verpflichtet uns berufsbegleitend fachlich fortzubilden. Konkret müssen wir innerhalb von 5 Jahren eine gewissen Menge an Fortbildungspunkten sammeln, die über von den Kammern akkreditierte Veranstaltungen erworben werden können. Für mich persönlich waren Kongresse und Workshop-Tagungen immer gewisse Highlights. Denn ein großer Teil der Psychotherapeut*innen arbeitet wie ich in Einzel- oder kleinen Gemeinschaftspraxen. Die Großveranstaltungen boten somit nicht nur die Möglichkeit, unsere Pflicht der Fortbildung zu erfüllen, sondern schlicht auch mal wieder mit Fachkolleg*innen in sozialen Austausch zu kommen, alte Bekannte und Freund*innen wieder zu treffen und das ganze ggf. mit dem touristischen Besuch der Attraktionen einer Metropole zu verbinden. Sowohl 2020 als auch prospektiv 2021 fallen diese Abwechslungen und Auszeiten weg. Die teilweise in Vorbereitung befindlichen Online-Substitute werden nur das sein können: Ein schwacher Ersatz. Neben diesen Fortbildungsbezogenen Aktivitäten pflegen eine Reihe meiner Kolleg*innen auch eine Leidenschaft für das Reisen, sicher auch weil durch diese Orts- und Kulturkreis-Wechsel besonderes effektiv Abstand vom Berufsalltag zu gewinnen ist. Auch damit war es – spätestens Ende Herbst – natürlich vorbei. Gleichzeitig nahm der Bedarf unserer Patient*innen – ich komme später noch auf dieses Thema zurück – natürlich nicht etwa ab. Ich habe also begründete Zweifel daran, dass die Mehrheit der Kolleg*innen dieses Jahr weniger gearbeitet haben wird als in den Vorjahren. Für mich selbst kann ich jedenfalls sagen, dass die reinen Gesprächsleistungen über das Jahr betrachtet auf einem ähnlich hohen Niveau geblieben sind, während gleichzeitig eine Reihe von Aufgaben im administrativen Bereich hinzu gekommen sind. Heißt unterm Strich: Mehr Arbeitsstunden bei gleichzeitigem Ausfall von Ausgleichsaktivitäten im Freizeitbereich.

Ich sprach es bereits an: Im Zuge von Covid19 kam es nur temporär zu einem Nachlassen der akuten Nachfrage an Psychotherapie. Zu Beginn der Pandemie und der verbundenen Kontaktbeschränkungen gab es eine wenige Wochen andauernde Reduktion bzw. fielen etwas mehr Sitzungen spontan aus als sonst. Mitte des Jahres befanden wir uns aber längst wieder auf dem gewohnten Nachfrage-Niveau. Ab Oktober konnte ich mich vor Neuanfragen nach Therapieplätzen kaum retten, sodass ich schlussendlich einen kompletten Neuaufnahme-Stopp bis mindestens Jahreswechsel verkündete, um nicht noch mehr Zeit an die persönliche Bearbeitung dieser Anfragen zu verlieren. Im selben Zeitraum forderte die Terminservicestelle der KV bei uns wiederholt schriftlich, wir sollten doch bitte endlich mehr Termine zur Verfügung stellen, damit sie uns die vielen Menschen zur Aufnahme oder Sprechstunde schicken könnten, die direkt bei Ihnen ihren gesetzlichen Anspruch auf eine zeitnahe fachärztliche Behandlung einforderten. Mir ist im Übrigen auch keine Kolleg*in persönlich bekannt, die die von der KV angebotene Kompensationszahlung in Anspruch nehmen musste, um Verluste gegenüber den Vorjahren auszugleichen. Nichts spricht also für ein Nachlassen des Therapiebedarfs, Vieles für einen erheblichen Zuwachs. Das entspricht durchaus den fachlichen Vorhersagen. In der Juni-Ausgabe des Psychotherapeutischen Outlets des Deutschen Ärzteblatts PP versuchten die Autor*innen unter der Überschrift „Psychische Störungen werden zunehmen“ Studien und Erfahrungen aus vorherigen Epidemien zusammenzufassen und Prognosen für die Entwicklung psychischer Erkrankungen im Zuge der Covid19-Pandemie abzuleiten. Zusammengefasst prognostizierten sie einerseits eine bedeutende Zunahme der Neuerkrankungen an Angststörungen, affektiven Störungen und Traumafolgestörungen durch die Erkrankung selbst, das Miterleben von Erkrankungsfolgen und die begleitenden sozialen Einschränkungen. Obwohl sie die Pandemie zum Jahresende als unter Kontrolle angenommen hatten, prognostizierten sie diesen covid19-bezogenen Zuwachs über die nächsten vier Jahre hinweg. Zusätzlich verweisen sie auf die zu erwartende Verschlechterung bereits bestehender Erkrankungen. Die allgemeinen Beschränkungen betreffen einerseits den Zugang zu therapeutischen Angeboten, andererseits aber auch die Optionen, therapeutisch erforderliche Verhaltensveränderungen umzusetzen. Konfrontationstrainings, Aufbau angenehmer Aktivitäten und ausgewogener Tagesstruktur, körperliche Ertüchtigung, soziale Unterstützungs-Quellen. All diese wichtigen Komponenten moderner Psychotherapie werden erheblich beschränkt, sodass sich therapeutisch günstige Entwicklungen wieder ins Gegenteil umkehren können. Und anstatt sich weiter mit den laufenden therapeutischen Prozessen befassen zu können, benötigen die Patient*innen oftmals zunächst Unterstützung bei der Anpassung an die neue Lebenssituation, neu enstehenden oder verschärfenden Krisen und Belastungen. Wie gesagt: Die Autor*innen nahmen eine Kontrolle der Pandemie zum Jahresende an! In Wirklichkeit steht es in Europa schlechter denn je. Wir können nur mutmaßen wie sich dieser noch ungünstigere Verlauf auf den Behandlungsbedarf der Bevölkerung und der Hochrisikogruppen im Speziellen auswirken wird.

Wie eingangs bereits angesprochen leben wir in einem Gesellschaftssystem, das bei der solidarischen Grundversorgung der Gesamtheit stets Spitz auf Knopf plant. Wer in prä-Covid19-Zeiten versucht hat, einen Platz bei ambulanten Psychotherapeut*innen oder einer stationären psychotherapeutischen Behandlung zu bekommen, hat die bisherigen Mängel mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits kennengelernt. Die seit 2016 bei den Kassenärztlichen Vereinigungen angegliederten Terminservicestellen sind der Versuch, durch bessere, zentralisierte Verteilung der vorhandenen Ressourcen den sozialgesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Wir haben als gesetzlich Krankenversicherte schlichtweg das Anrecht auf eine zeitnahe fachärztliche Behandlung. Ich lehne mich nicht zu sehr aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass mehr als 3 Monate Wartezeit auf den Beginn einer Psychotherapie das Kriterium der zeitlichen Nähe nicht mehr erfüllen. Die durchschnittlichen Wartezeiten liegen seit ich denken kann deutlich über diesen 3 Monaten. Das taten sie auch 2019 noch – obwohl das Versorgungsangebot durch die Psychotherapeut*innen selbst seit den 00er-Jahren stetig verbessert wurde. Angestelltenverhältnisse, Jobsharing, das Teilen von Kassensitzen brachten neue Kolleg*innen in das Versorgungssystem und sorgten für eine bessere Auslastung der vergebenen Abrechnungsgenehmigungen, das heißt, zu mehr Therapieplätzen. Und zum lange fälligen Generationswechsel unter den Therapierenden. Junge, immer besser ausgebildete Kolleg*innen fließen endlich verstärkt in das System und mit ihnen höhere wissenschaftsbasierte Behandlungsstandards, die die Qualität der angebotenen Therapien für die Patient*innen erhöhen werden. Die demografische Verteilung unter den niedergelassenen Kolleg*innen bedroht dennoch weiterhin die psychotherapeutische Versorgung, denn während langsam jüngere Theras ihre Arbeit aufnehmen, altert der breite Stamm der Kolleg*innen zügig auf den Berufsaustritt zu. Bereits zu Beginn der 10-er-Jahre wurde von den Berufsverbänden gewarnt, dass eine Versorgungslücke aufgrund unzureichenden Nachwuchses und dem plötzlichen Wegfall der größten Alterskohorte unter den zugelassenen Theras drohe. Jetzt spitzt sich europaweit die Lage durch die Pandemie zu. Wie wollen die Länder der absehbar deutlich erhöhten psychischen Belastung ihrer Gesellschaften Rechnung tragen? Die Pandemie endet nicht mit der Durchimpfung irgendwelcher Bevölkerungen, denn sie wird sich sekundär in Form psychischer Erkrankungen fortsetzen. Die privilegierten Teile unserer Gesellschaft, die sich von Covid19 als Erkrankung nicht bedroht fühlen, werden sich in den nächsten Jahren noch umsehen, wie stark sie selbst dennoch von den Auswirkungen der Pandemie als gesellschaftlichem Phänomen betroffen sein werden. Natürlich sind wir geneigt uns zunächst den unmittelbar wichtigen Maßnahmen zur Eindämmung der eigentlichen Viruserkrankung zuzuwenden. Dennoch ist ein zu kurzsichtiger Blick auf das Geschehen eine gefährliche Nachlässigkeit: Um nur auf das vorpandemische Niveau der psychosozialen Versorgung zurückzukehren, wäre eine beträchtliche Verstärkung der Versorgungsangebote erforderlich. Dabei ist nicht nur die Rede von ambulanten Psychotherapien. Auch Freizeit- und Inklusionsangebote, Wiedereingliederungs- und Rehabilitationseinrichtungen sind Leistungen, auf die Patient*innen manchmal zu lange, manchmal und besonders mit regionalen Schwerpunkten sogar vergeblich warten. Der Druck auf all diese Systeme wird in den nächsten Jahren erheblich zunehmen.

Wenn Krisen etwas Gutes haben, dann sicherlich, dass sich in ihnen die bestehenden Schwächen zeigen. Ein konstruktiver Umgang mit Krise bedeutet eine bewusste Zurkenntnisnahme dieser systematischen Defizite und erlaubt sie zu reduzieren oder gar beseitigen, um auf neue kritische Bedingungen in Zukunft besser vorbereitet zu sein. Wir hätten 2020 sehr genau feststellen können, welche Bereiche gesellschaftlichen Zusammenlebens wir in der Vergangenheit besonders vernachlässigt haben. An welchen Bevölkerungsgruppen wir stets sparen, vielleicht auch, welche am Ende verzichtbaren wir genauso selbstverständlich mästen, ohne das je in Frage zu stellen.

Haben wir genau genug hingesehen? Oder haben wir den Blick abgewandt, als er uns zu unbequem wurde oder sich uns eine nur zu willkommene Ablenkung bot? Werden wir uns damit begnügen, bestimmte Standards für die Wenigen wieder herzustellen? Die Verluste durch ein kurzes aufflammendes Mehr an spontanen Freuden auszugleichen versuchen? Durch exzessives Reisen, Feiern, Kaufen und überdimensionale Massen-Events? Werden wir uns der Erleichterung hingeben und alles in uns hineinwerfen, das uns vergessen lässt? Oder können wir einen Fortschritt aus dem Scheitern generieren? Können wir historische Fehlentscheidungen rückgängig machen? Unsere Verletzlichkeit und die Vergänglichkeit unserer Lebensweise zur Kenntnis nehmen und daran wachsen? Können wir gar einige Erfahrungen mit der Pandemie auf andere große Probleme übertragen? Auf die Klimakatastrophe? Auf drohende globale Verteilungskämpfe?

Ich muss eine etwas pessimistische Erwartung diesbezüglich einräumen. Die Entwicklungen der letzten Monate lassen wenig hoffen, dass wir uns mit den besonders von den Folgen Betroffenen solidarisieren. Dass wir systematische Korrekturen vornehmen, dass wir unsere Prioritäten und Privilegien prüfen und den Erfahrungen gemäß anpassen. Zumindest nicht auf breiter Fläche – soviel scheint klar. Mag aber sein, dass Einzelne etwas gesehen, etwas gelernt haben, das sie in Zukunft nutzen, das sie in ihre Umwelt tragen werden. Dass Lehren der Krise so doch langsam in das Denken der Masse einrieseln und nachhaltige Veränderungen begründen. Und daran, dass sich die Einzelnen nachhaltig verändern können, glaube ich als Psychotherapeut natürlich …

Natürlich war nicht alles schlecht 2020! Auch gesundheits-systemisch nicht: Die zentrale Beschaffung und Verteilung von Verbrauchsartikeln zur Umsetzung der Hygienevorschriften durch die KV verlief zumindest hier in NRW aus meiner beschränkten Sicht der kleinen ambulanten Psychotherapiepraxis ganz befriedigend. Da wurden schnelle Lösungen gefunden als sie benötigt wurden und auch mit der Kommunikation war ich einigermaßen zufrieden. Als Online-Sprechstunden wichtig wurden, wurden unkompliziert Fördergelder verfügbar zur Anschaffung technischer Mittel gemacht und wurden hinderliche Vorschriften kurzfristig außer Kraft gesetzt. Ich denke sowohl die Behandelnden als auch die Verwaltenden haben sich sehr engagiert, um die Versorgung der Versicherten so gut und so schnell wie möglich wieder sicherzustellen.

Mich als Thera hat die Krise gezwungen, ein paar Neuerungen in Angriff zu nehmen, die ich vorher stets aufgeschoben hatte, weil ich mich beruflich so schon gänzlich ausgelastet fühlte. So hat die Option der Video-Kommunikation in Therapie, Supervision und kollegialer Zusammenarbeit Einzug gehalten und ich bin ziemlich sicher, dass sie nicht mehr aus unserem Arbeitsalltag verschwinden wird. Die Auseinandersetzung über das Wie, Wann und Wieviel technischer Mittel hat damit indes sicher gerade erst begonnen. Aber auch das ist ein wichtiger Fortschritt. Wir erschließen uns damit neue Methoden zur Behandlung oder Behandlungsunterstützung, ermöglichen bestimmten Patient*innen-Gruppen erst die Teilnahme an unseren Therapieangeboten. Werden aber auch dafür streiten müssen, die Grenzen und potenziellen Schäden und Verluste eines undifferenzierten Einsatzes technischer Hilfsmittel aufzuzeigen.

Die persönlichen Einschränkungen in der Pandemie und die Auseinandersetzung darüber mit von Marginalisierung betroffenen Menschen hat mein Bewusstsein für meine eigenen Privilegien und meine selbstverständliche Ignoranz ihren Lebensrealitäten gegenüber geschärft. Damit treffen auch meine Patient*innen nun bei mir auf ein besseres Verständnis für ihre Situationen und Perspektiven, sei es aufgrund chronischer somatischer Erkrankungen, Armut, Leben in gewaltvollen Umgebungen, mangelndem Zugang zu Infrastruktur oder sozialer Isolation. Es gilt für mich, dieses Bewusstsein wach zu halten, auch wenn die alltäglichen Einschränkungen mich nicht mehr selbst betreffen.

Wie wird es 2021 weiter gehen? Ist das mehrfach zum Schauer-Jahr erklärte 2020 einfach vorbei und nun erwartet uns die Erlösung? Schließlich ist Trump … naja fast … weg. Der magische Impfstoff, der uns alle retten wird, ist gleich in mehrfacher Ausgabe da. Können wir bald einfach weitermachen mit all dem, mit dem wir im letzten März aufgehört haben?

Ich habe ja schon vorweggenommen, dass ich für 2021, 2022 und eventuell auch noch etwas länger danach nicht mit einer deutlich günstigeren Lage rechne. Aber wie so oft ist die Prognose sehr abhängig davon, wessen Zukunft wir betrachten.

In der Tat ist zu befürchten, dass mit dem Eintreffen der ersten Impfdosen für einige Menschen die Rückkehr ihrer persönlichen Freiheit bereits begonnen hat. Mit jeder Impfung, die im persönlichen Umfeld dieser Menschen vorgenommen werden wird, wird auch die persönliche Betroffenheit von Risiken und drohenden menschlichen Verlusten abnehmen. Wenn die eigene Oma nicht mehr von der Infektion betroffen sein wird, wird der Impuls, aus Rücksicht eine Maske im Alltag zu tragen, für viele Menschen gut sichtbar nachlassen. Dass ein bedeutender Teil sogenannter Risikogruppen zunächst nicht in den Genuss der schützenden Impfung kommen wird, weil das individuelle Risiko durch die Impfung vor den Krankheitshintergründen zu hoch oder zumindest zu ungewiss ist. Das wird als Motiv genauso wenig ausreichen, wie bisher dafür, sich jährlich zum Schutz der Anderen gegen die Influenza impfen zu lassen und vielleicht sogar bei Symptomen eine Maske zu tragen. Die Zahl derer, die das doch tun, wird im Vergleich zu früher etwas zunehmen, denn manchmal fehlt einfach nur eine bestimmte Information, um die längst vorhandene Bereitschaft, sich zu solidarisieren, zu aktivieren. Aber es werden in überwiegendem Maße die Gruppen sein, die bereits auch bei anderen Themen aus Mitgefühl und ethischer Haltung heraus zurückstecken, verzichten, Zeit und Arbeit investieren.

Entsprechend ist zu befürchten, dass die Maßnahmen gegen Covid19 auch 2021 nicht mit der notwendigen Konsequenz ausgeführt werden, und wir uns noch länger mit den Folgen dieser kollektiven Planlosigkeit konfrontiert sehen werden. Wir werden fortlaufend und leider wohl auch zunehmend die Auseinandersetzung mit denen führen müssen, die das Tragen eines Stofffetzens vor dem Mund, das regelmäßige Händewaschen und das Wahren von Distanz als vergleichbar belastend betrachten wie die stetige Lebensbedrohung mit der andere Menschen leben müssen. Diese gleiche Maßlosigkeit, die beim Abwägen der eigenen Wohlstandsinteressen gegen die existenziellen Interessen anderer Menschen, schon immer zum Tragen kommt. Den Interessen von Menschen ohne ein schützendes Zuhause, ohne basale Gesundheitsversorgung, ohne gesicherte Ernährung, ohne Zugang zu sauberem Wasser, ohne Chance auf eine selbstbestimmte Entwicklung.

2020 wurde eben nicht magisch zu dem „Worst year ever“, wurde nicht verflucht. Qualität und Ausmaß dessen, was 2020 für viele von uns symbolisiert, ist das langfristige Ergebnis menschlichen Handelns. Der strukturellen Defizite, die wir auf individueller wie auf globaler Ebene über die Geschichte hinweg kultiviert haben. Wir haben uns Schritt für Schritt entschlossen, uns abzulenken, unbehagliche Gedanken und Wahrheiten von uns fern zu halten und auf ein Morgen zu verschieben, dass für einige 2020 etwas früher kam, als sie sich erhofft hatten. Generationenübergreifend hoffen wir, dass die großen Katastrophen die Welt erst dann heimsuchen, wenn wir schon längst unter der Erde liegen. Anlässlich eines natürlichen Todes nach einem erfüllten Leben, so mit 123 oder so ….

Dass diese Rechnung nicht aufgehen könnte, sollte spätestens 2020 allen klar geworden sein. Nachdem wir gelernt haben, die Gefährdeteren mit unserer Solidarität zu schützen und uns an die damit verbundenen, hoffentlich zeitlich begrenzten, Verluste anzupassen, müssen wir zu den zahlreichen nicht minder bedrohlichen Themen zurückfinden. Müssen uns zum Beispiel daran erinnern, dass Rassismus weiterhin eine reale Lebensbedrohung für einen Großteil unserer Mitmenschen darstellt, auch weil die Privilegien, die Macht in dieser Welt rassistisch verteilt sind. Daran erinnern, dass der Gegenwartswohlstand sich aus dem Raub an den zukünftigen Lebensverhältnissen auf diesem Planeten speist. Dass das Prinzip eines sich selbst regulierenden Marktes ein faules und verantwortungsloses Rechtfertigen der eigenen Vorherrschaft und Gleichgültigkeit darstellt und eben nicht zu einer fairen Umverteilung sondern zur Vergrößerung von Machtungleichheit führen muss.

Von meinen Erwartungen für diese eher großen Zusammenhänge zu den kleineren, zu denen, die mich vor allem in meiner Rolle als Psychotherapeut betreffen.

Wie bereits beschrieben rechne ich mit einem anhaltenden Ansturm auf meinen Anrufbeantworter. Ich rechne damit, dass uns zusätzlich die Hausärzt*innen und die Terminservicestellen der KVen in heerer Absicht bedrängen werden, Ihnen den eigenen wachsenden Druck abzunehmen. Schließlich werden viele von uns ambulanten Theras sich nicht mehr anders zu helfen wissen, als weitere Anfragen abzulehnen und ihrerseits an andere bereits überlastete Stellen weiterzuleiten. Für komplexe Störungsbilder, für die eine 10-Sitzungs-Kurzzeit-Intervention nunmal nicht ausreichen wird, werden die Wartezeiten auf schlechter passende Therapieangebote weiter zunehmen. Laufende Therapien werden durch immer wieder auftretende Lockdowns oder Sitzungsausfälle unterbrochen, im Prozess gestört werden und so an Effizienz verlieren. Das werden auch Online-Sitzungen nicht verhindern können. Als wäre das nicht genug, tritt mit dem 01.01.2021 die elektronische Patientenakte in Kraft. Wir müssen offiziell dran teilnehmen – quasi ab sofort. Die dafür erfoderlichen Heilberufsausweise gibt es für Psychotherapeut*innen dabei noch gar nicht. Nicht ein Anbieter steht bisher zur Verfügung, vom versprochenen „Markt“ weit und breit keine Spur. Wobei mir zu keinem Zeitpunkt klar war, warum zur Ausgabe von Ausweisen ein Markt geeigneter sein sollte als der längst vorhandene Verwaltungsapparat. Da freue ich mich doch auf den Vortrag beim diesjährigen Remote-Kongress des Chaos Computer Clubs, der uns voraussichtlich weitere Lücken in der in den letzten 4 Jahren installierten Telematik-Infrastruktur präsentieren wird. Über diese Katastrophen deutscher marktradikaler Gesundheitspolitik ließe sich wohl ein eigener Podcast füllen. Darüber zum Beispiel, dass vermutlich 80% aller Praxen von den Anbietern fachkundig mit einer Reihenschaltung der sogenannten Konnektoren ausgestattet wurden, die zu keinem Zeitpunkt den Sicherheitsrichtlinien entsprach. Deshalb können jetzt wieder neue Subunternehmen uns so bezeichnete Hardware-Firewalls anbieten, die wir ebenfalls monatlich per Abo finanzieren sollen, um die Defizite der bisherigen Installationen auszubügeln. Nichts wächst in diesem Ökosystem so schnell wie die neuen Geschäftsmodelle, mit denen Geld aus dem unterfinanzierten Gesundheitssystem gesaugt werden kann.

Aber neben aller Dystopie freue ich mich auch. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit meinen Patient*innen, mit diesen vielfältigen wunderbaren Menschen, mit denen zusammen ich versuche, ihre Leben wieder in eine glücklichere Bahn zu leiten. Mit ihnen Möglichkeiten zurückzuerobern, Fähigkeiten auszubauen und ihre Teilhabe an all dem, das wir Gesellschaft nennen, zu verbessern. Ich bilde mir ein, dass sie dabei Kompetenzen entwickeln, die sie bewusster, unabhängiger, selbstbestimmter – und im Einzelfall vielleicht auch mitfühlender machen. Ich bilde mir gern ein, dass das mein kleiner aber auch nicht ganz unbedeutender Anteil an Veränderung ist. An Veränderung, die wir alle im Grunde so unglaublich dringlich brauchen. Ob uns das bewusst ist oder nicht.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit großartigen und engagierten Kolleg*innen, hoffentlich eine Rückkehr in den kollegialen Diskurs und sei er auch nur videofonisch. Ich freue mich auf die Wiederbegegnungen mit den Freund*innen und Genoss*innen, die für eine bessere, solidarischere, gleichgestellte und offene Welt kämpfen. Hoffentlich irgendwann auch wieder im persönlichen Kontakt, auf der Straße, in den Zentren.